Konsole

Man könnte dieses Kapitel auch mit dem Titel Tipps & Tricks versehen, denn es beschreibt nicht-triviale Konfigurationen und Bedienungen verschiedener Anwendungsprogramme.

Internationalisierung

Sprachen und Zeichensätze lassen sich nachträglich mit dpkg-reconfigure locales hinzufügen oder entfernen. Diese werden in die Datei /etc/locale.gen eingetragen, die Lokalisierungsdateien werden mit locale-gen(8) erzeugt.

de_DE       ISO-8859-1
de_DE.UTF-8 UTF-8

Das Tastaturlayout läßt sich ändern mit:

dpkg-reconfigure console-data

Shell Konfiguration

Nach erfolgter Anmeldung an der Textkonsole oder dem Öffnen eines Terminal-Emulators wird eine interaktive Login-Shell gestartet, üblicherweise der Kommandointerpreter bash(1). Dieser liest zuerst die Datei /etc/profile gefolgt von ~/.bash_profile, ~/.bash_login oder ~/.profile, je nachdem welches zuerst gefunden wird. Beim Abmelden wird ~/.bash_logout ausgeführt. Im normalen interaktiven Modus liest sie /etc/bash.bashrc und ~/.bashrc. Hier werden vornehmlich Umgebungsvariablen gesetzt, zum Beispiel:

Benutzername
LOGNAME=john
Heimatverzeichnis
HOME=/home/$LOGNAME
Suchpfad für Programme
PATH=/usr/local/bin:/usr/bin:/bin:/usr/games
Terminal-Typ
TERM=xterm
Primäre Eingabeaufforderung
PS1="\u@\h:\w\$ "
Zeitzone zur Darstellung von Zeitpunkten
TZ=:/etc/timezone
TZ=MEZ-1MESZ-2,M3.5.0/02:00:00,M10.5.0/03:00:00
Sprache für die Internationalisierung
LANG=de_DE.UTF-8
Das bevorzugte Anzeigeprogramm für Textdateien
PAGER=less
Der bevorzugte Texteditor
EDITOR=joe
Das bevorzugte Mailprogramm
MAILER=thunderbird
Der bevorzugte Webbrowser
BROWSER=firefox

Nach dem Anmelden unter X wird standardmäßig das Skript ~/.xsession ausgeführt. Von dort aus wird üblicherweise ein Fenstermanager gestartet, zum Beispiel wmaker(1), evilwm(1) oder eine Desktopumgebung wie KDE, Gnome, Xfce, UDE, etc.

Readline

Die Einstellungen für readline(3) in /etc/inputrc versehen einige Sondertasten mit nützlichen Funktionen: Einfg fügt den letzten Parameter eines vorangegangenen Kommandos ein, Bild↑ und Bild↓ führen eine inkrementelle Suche in der Bash-History durch. Entf, Pos1 und Ende funktionieren wie gewohnt.

# /etc/inputrc - global inputrc for libreadline

# Be 8 bit clean.
set input-meta on
set output-meta on

"\e[1~": beginning-of-line
"\e[2~": yank-last-arg
"\e[3~": delete-char
"\e[4~": end-of-line
"\e[5~": history-search-backward
"\e[6~": history-search-forward

Zugriffsrechte

BitsAbk.BedeutungDateiVerzeichnis
Besitzer
0400rread by owner Datei lesen Dateien auflisten
0200wwrite by owner Datei ändern/löschen Dateien anlegen
0100xexecute by owner Datei ausführen In das Verzeichnis wechseln
4000sset user id Datei wird unter der UID des Besitzers ausgeführt -
Gruppenmitglied
0040rread by group Datei lesen Dateien auflisten
0020wwrite by group Datei ändern/löschen Dateien anlegen
0010xexecute by group Datei ausführen In das Verzeichnis wechseln
2000sset group id Datei wird unter der entsprechenden GID ausgeführt Neue Dateien übernehmen die GID des Verzeichnisses, neue Verzeichnisse zusätzlich dieses bit
Jeder
0004rread by others Datei lesen Dateien auflisten
0002wwrite by others Datei ändern/löschen Dateien anlegen
0001xexecute by others Datei ausführen In das Verzeichnis wechseln
1000tsticky Datei wird im Speicher behalten Nur eigene Dateien änderbar

Literatur