Im UNIX-Umfeld werden Dateisysteme im Netzwerk per NFS zur Verfügung gestellt, in der Windows-Welt ist das CIFS das Mittel der Wahl. Als replizierendes Dateisystem bietet sich das AFS an.
Das Network File System (NFS) stützt sich auf SUNs RPC-Dienste und gilt als unsicher. Es sollte daher ausschließlich in geschützten Umgebungen oder besser gar nicht eingesetzt werden.
apt-get install nfs-kernel-server
Freizugebende Verzeichnisse werden auf dem Server in der Datei
/etc/exports angegeben. Zugriffskontrolle findet
ausschließlich anhand der IP-Adresse
des Clients statt.
# /etc/exports /home 192.168.23.0/24(rw,no_root_squash,async)
Diese können clientseitig durch einen Eintrag in
/etc/fstab dauerhaft eingebunden werden:
# /etc/fstab server:/home /home nfs rsize=8192,wsize=8192,hard 0 0
Samba stellt Microsoft Windows Clients Datei- und Druckdienste zur Verfügung.
apt-get install samba samba-common samba-doc libpam-smbpass smbfs smbclient libsmbclient swat winbindd
Wenn es nur darum geht, ein paar Verzeichnisse und Drucker für das Windows-Netzwerk anzubieten...
;/etc/samba/smb.conf
[global]
workgroup = EXAMPLE
security = SHARE
invalid users = root
guest account = guest
[public]
comment = Files accessible to all users
path = /srv/samba
writeable = Yes
guest ok = Yes
In der Windows-Welt verwaltet der PDC die Benutzer- und Maschinenkonten. Ein optionaler BDC repliziert die Daten des PDCs. Clients können einer Domäne beitreten, indem sie die Zugangsdaten des Netzwerk-Administrators an den PDC übermitteln. Benutzer können sich dann entweder lokal oder gegenüber der Domäne anmelden. DOS-basierte Windows-Versionen (95, 98, ME) sowie die Home-Editionen können einer Domäne nicht beitreten.
DHCP und DDNS lösen den WINS ab.
Managing NFS and NIS, O´Reilly
Samba, 2. Auflage, 2003, O´Reilly